APEX Handbuch · Kosten
405 Euro für Rasierklingen. In fünf Jahren.
Und niemand hat es Ihnen je vorgerechnet.
Sie haben Ihren Rasierer nie bewusst gekauft. Wahrscheinlich lag er in einem Starterset, kostete fast nichts oder war Teil eines Geschenksets zu Weihnachten.
Genau so war es gedacht.
Denn der Rasierer war nie das Produkt. Er ist der Vertrag. Und die Klingen sind der Preis, den Sie danach jahrzehntelang zahlen, ohne ihn je zusammenzurechnen.
Zehn Punkte, die man sich einmal in Ruhe ansehen sollte.
01 Das Geschäftsmodell ist über hundert Jahre alt — und es funktioniert immer noch
King C. Gillette hatte 1904 eine Idee, die bis heute in Wirtschaftslehrbüchern steht: Verschenke den Griff, verkaufe die Klingen.
Der Griff ist eine einmalige Einnahme. Die Klinge ist eine Einnahme, die wiederkommt — jeden Monat, jedes Jahr, ein Leben lang. Deshalb bekommen Sie den Rasierer geschenkt, und deshalb kostet der Nachschub so viel, wie er kostet.
Das ist keine Verschwörung. Es ist eine Kalkulation, und sie ist völlig legal. Der Punkt ist nur: Sie sind Teil dieser Kalkulation, seit Sie sich das erste Mal rasiert haben — und niemand hat Ihnen je den Endbetrag gezeigt.
02 Was Sie pro Rasur tatsächlich zahlen
Rechnen wir es auf die kleinste Einheit herunter, weil dort der Unterschied am deutlichsten wird.
Ein Klingenkopf eines gängigen Systemrasierers kostet je nach Marke und Packungsgröße rund 3 Euro. Hersteller empfehlen den Wechsel nach etwa fünf bis acht Rasuren. Bei acht Rasuren pro Kopf sind das rund 38 Cent pro Rasur.
Eine Klinge für einen Rasierhobel kostet etwa 15 Cent — und hat zwei Schneiden. Bei drei Rasuren pro Klinge landen Sie bei fünf Cent pro Rasur.
Achtunddreißig Cent gegen fünf. Das ist der Faktor, um den es geht — und er wiederholt sich jeden einzelnen Morgen, an dem Sie sich rasieren.
03 Warum Klingen im Drogeriemarkt hinter Glas liegen
Es gibt einen Grund, warum Rasierklingen in vielen Drogerien und Supermärkten in abgeschlossenen Vitrinen hängen, direkt neben Parfum und Rasierwasser.
Sie gehören zu den am häufigsten gestohlenen Artikeln im Sortiment. Klein, teuer, überall verkäuflich.
Denken Sie kurz darüber nach, was das über den Preis aussagt. Ein Verbrauchsartikel aus etwas Stahl und Kunststoff wird behandelt wie ein Luxusgut — nicht wegen der Herstellungskosten, sondern wegen der Marge, die auf ihm liegt.
04 Sie ziehen den Kopf länger. Und das ist völlig rational.
Acht Rasuren pro Kopf, drei Euro pro Kopf: Wer sich fünfmal die Woche rasiert, käme auf rund 100 Euro im Jahr.
Also macht fast jeder dasselbe. Sie ziehen den Kopf zwei Wochen. Drei. Vier. Sie kennen den Moment, in dem er anfängt zu ziehen statt zu schneiden — und Sie kennen den Moment, in dem Sie es trotzdem noch eine Woche aussitzen.
Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist die einzig vernünftige Reaktion auf einen Preis, der bei jedem Wechsel wehtut.
05 Das Abo war die letzte Ausbaustufe
Als der Preis pro Kopf allmählich auffällig wurde, kam die nächste Idee: Machen wir daraus ein Abonnement.
Der Vorteil für den Anbieter liegt auf der Hand — planbare Einnahmen, keine Kaufentscheidung mehr, und die monatliche Abbuchung fällt weniger auf als der Griff ins Regal.
Für Sie ändert sich am Endbetrag nichts. Sie zahlen weiter, nur automatisch. Und Sie zahlen auch in den Monaten, in denen Sie mit Bart herumgelaufen sind, im Urlaub waren oder schlicht keine neuen Klingen brauchten.
Der eigentliche Preis eines Abos ist nicht der Betrag. Es ist, dass die Frage „brauche ich das gerade?" nicht mehr gestellt wird.
06 Die Systemfalle: Ihr Griff entscheidet, was Sie kaufen dürfen
Das ist der Teil, der am seltensten erwähnt wird.
Jeder Systemrasierer hat einen eigenen Aufnahmemechanismus. Auf einen Griff von Hersteller A passen ausschließlich Köpfe von Hersteller A — und meist nur die der aktuellen Produktlinie. Wird die Linie eingestellt, wird Ihr Griff zu Sondermüll.
Sie können nicht vergleichen. Sie können nicht wechseln, wenn ein anderer Anbieter günstiger wird. Sie haben keinen Markt. Sie haben einen Lieferanten.
Beim Rasierhobel ist das anders, und zwar aus einem historischen Zufall heraus: Die zweischneidige Klinge ist seit den 1930er-Jahren genormt. Jede Klinge passt in jeden Hobel — egal ob sie aus Russland, Indien, Japan oder Deutschland kommt, egal ob sie zehn Cent oder fünfzig kostet.
07 Und Sie müssen nicht einmal unsere Klingen kaufen
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Der APEX Prime nimmt jede handelsübliche zweischneidige Klinge auf. Astra, Feather, Derby, Wilkinson, Gillette, Rapira — was Sie hineinlegen, ist allein Ihre Entscheidung.
Wir verkaufen in unserem Shop Astra-Klingen, und dafür gibt es einen Grund: Wir haben während der Entwicklung eine ganze Reihe von Fabrikaten durchprobiert, und Astra hat mit unserer Geometrie am besten harmoniert. Das ist eine Empfehlung aus der eigenen Werkstatt, keine Bedingung.
Wenn Sie eine andere Marke bevorzugen oder einfach ausprobieren möchten, welche Ihnen am besten liegt: Ein Zehnerpäckchen kostet je nach Hersteller zwischen einem und drei Euro. Sie können bei diesem Preis den gesamten Markt durchprobieren, bevor Sie sich festlegen — etwas, das ein Systemrasierer strukturell nicht erlaubt.
Sie kaufen also nicht nur billiger ein. Sie kaufen zum ersten Mal auf einem Markt, auf dem Anbieter um Sie konkurrieren müssen.
08 Fünf Jahre nebeneinander
Legen wir beides nebeneinander, konservativ gerechnet, ohne Rasierschaum und ohne Rasierwasser, weil die auf beiden Seiten anfallen.
Kosten über fünf Jahre
Differenz: 288 € · Break-even nach etwa 11 Monaten
Der Griff eines Systemrasierers kostet fast nichts. Der Rest sind Klingenköpfe. Beim APEX Prime ist es umgekehrt: einmalig 78 Euro für den Rasierer, danach Klingen zu 15 Cent.
Der Punkt, an dem Sie im Plus sind, liegt bei etwa Monat elf. Ab dann rasiert sich der APEX Prime nicht mehr nur besser als Ihr bisheriger Rasierer — er rasiert sich kostenlos, und zwar für den Rest seines Lebens.
09 Warum diese Rechnung viel zu vorsichtig ist
Fünf Jahre sind eine willkürliche Grenze. Wir haben sie gewählt, weil sie überschaubar ist — nicht, weil dort etwas endet.
Ein Rasierhobel aus einem Stück Aluminium hat keine beweglichen Teile, keine Elektronik, keinen Akku, keine Gummilippe, die aushärtet, und keine Feder, die ermüdet. Es gibt schlicht nichts, das kaputtgehen kann. Rasierhobel aus den 1950er-Jahren werden heute noch täglich benutzt und auf Sammlerbörsen gehandelt.
Rechnen Sie dieselbe Aufstellung über zwanzig Jahre, und aus 288 Euro Ersparnis werden über 1.300 Euro. Über ein Rasierleben von fünfzig Jahren wird daraus eine Summe, bei der die Frage nicht mehr lautet, ob sich der Wechsel lohnt, sondern warum ihn nicht längst jeder vollzogen hat.
Sie kaufen diesen Rasierer einmal. Nicht alle paar Jahre. Einmal.
10 Was sich dadurch im Alltag wirklich ändert
Der spürbarste Effekt hat mit Sparen gar nichts zu tun.
Bei drei Euro pro Kopf rechnen Sie mit. Jedes Mal. Bei fünfzehn Cent hören Sie damit auf. Sie wechseln die Klinge nach drei Rasuren, weil es keinen Grund gibt, es nicht zu tun. Manche wechseln sie bei jeder einzelnen Rasur, allein aus hygienischen Gründen — auch das kostet nichts.
Das ist der eigentliche Gewinn: Sie rasieren sich zum ersten Mal seit Jahren dauerhaft mit einer frischen Klinge, statt mit dem, was vom letzten Kopf noch übrig ist.
100 Tage
Rechnen Sie selbst nach.
Sie müssen uns diese Zahlen nicht glauben. Sie können sie in jedem Drogeriemarkt überprüfen — der Preis Ihres Klingenkopfs steht im Regal, der Preis einer Rasierhobelklinge auch.
Und Sie müssen den Rasierer nicht behalten. Nehmen Sie sich 100 Tage. Rasieren Sie sich damit, wechseln Sie die Klinge, so oft Sie wollen. Wenn die Rechnung für Sie nicht aufgeht, schicken Sie ihn zurück — voller Kaufpreis zurück, ohne Rückfragen.
APEX Prime · CNC-gefräst aus Aluminium 6082 · Hergestellt in der EU · Versand mit DHL in 2–3 Werktagen · Ab 75 € versandkostenfrei
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